BurgwedelRegion Hannover

Region Hannover stellt bundesweit einmaligen Wolfsanhänger in Dienst

Die Rückkehr der Wölfe nach Niedersachsen ist nicht nur für Nutztiere und ihre Halter mitunter ein Risiko: Auch das zu den "Großbeutegreifern" zählende Wildtier kann auf seinen Streifzügen zu Schaden kommen. Insbesondere beim Überqueren von Straßen kommt es zu Kollisionen. Um in diesen Fällen schnell eingreifen und die verletzten oder getöteten Wölfe fachgerecht und sicher für Tier und Mensch transportieren zu können, hat die Region Hannover einen Spezialanhänger in Dienst gestellt. Das in Neustadt stationierte Fahrzeug kann auch von den Nachbarlandkreisen Celle, Nienburg und Heidekreis angefordert werden.

Der Transporter wurde durch eine Fahrzeugbaufirma aus Baden-Württemberg auf Basis eines Hundeanhängers speziell für die Belange des Wolftransports konstruiert. "Ein solcher Anhänger ist bislang bundesweit einmalig, unsere ehrenamtlichen Wildtierspezialisten sollen beste Arbeitsbedingungen bekommen", betonte der Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs, der das Fahrzeug am heutigen freitag, 20. Januar 2017, in die Verantwortung der Wolfsbeauftragten der Region Hannover, Helge Stummeyer und Nina Graupner, gab: "Sie zählen zu den Ersten am Einsatzort, wenn ein überfahrener Wolf aufgefunden wird."

"Bis zu vier Tiere können voneinander abgeteilt befördert werden. Die hintere Box ist für die Versorgung eines verletzten Tieres ausgelegt", erklärte Andreas Schuler, Geschäftsführer der Herstellerfirma, der das Fahrzeug zur Übergabe persönlich nach Hannover gebracht hatte. "Im Deckel befinden sich alle nötigen Werkzeuge, um den Wolf zu sedieren und ihn für die Fahrt zu sichern", so Schuler weiter. Zur Ausrüstung zählen Stabschlingen, Fangnetze und bissfeste Schutzhandschuhe.

Wolfsberater Stummeyer, der bei der Konstruktion des Anhängers miteinbezogen war, betonte den Nutzen der Anschaffung: "Bisher mussten Einsätze kurzfristig organisiert und die Tiere in Holzboxen transportiert werden. Jetzt ist ein schnelleres und sichereres Eingreifen möglich. Zudem profitieren auch die angrenzenden Landkreise von der Anschaffung."

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2 Kommentare

  1. Keine Aprilscherz-Ente, sondern echte Schwabenstreich-Realität?
    Bisher:
    Tier verletzt oder tot. Der lokale Jagdverantwortiche organisiert kurzfristig angemessene Reaktion. 1. Stunde
    Jetzt fängt es damit erst an:
    Wolf ja/nein?
    Wolfsbeauftragten ermitteln und rufen. Er trifft ein. 3.Stunde
    Wo ist der Hänger, wer hat einen Garagenschlüssel, wer ist für Betrieb geschult? TÜV noch gültig? Auto mit Fahrer und Hängerkupplung hinschicken. Falls alles gut klappt:
    6. Stunde: Hänger da. Aber etwas fehlt: die Noten für das Jagdhornsignal „Wolf tot“…

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